Pflanze und Anbau

Anbau und Handel

Hopfen braucht eine Kletterhilfe. Um 1900 ersetzten Drahtgerüste die Jahrhunderte lang verwendeten Hopfenstangen. Die Aufleitdrähte, an denen der Hopfen nach oben wächst, werden jedes Jahr neu aufgehängt.

Im Frühjahr werden die Hopfenstöcke freigelegt und auf eine bestimmte Höhe zurückgeschnitten. Wenn der Stock neu austreibt, leitet man zwei oder drei Triebe per Hand an den Draht.

Hopfen ist sehr empfindlich gegen Krankheiten und Schädlinge und kommt ohne Pflanzenschutz nicht aus. Ökologischer Hopfenbau ist sehr schwierig und wird nur selten betrieben.

Ende August ist der Hopfen reif. Lange Zeit kamen Tausende von Hopfenzupfern in die Anbaugebiete, um den Hopfen zu ernten. Heute erledigt diese Arbeit die Hopfenpflückmaschine.

Anschließend muss man den Hopfen sofort trocknen, sonst verdirbt er. Jeder Hopfenbetrieb verfügt über eine turmartige Darre, in der ein Ofen die nötige Hitze zum Trocknen liefert.

Hopfen erhält ein eigenes Siegel, das seine korrekte Herkunftsbezeichnung sicherstellt. Der Verkauf des Hopfens an den Verbraucher erfolgt fast immer über ein Hopfenhandelshaus. Früher gab es von Jahr zu Jahr extreme Preisschwankungen beim Hopfen. Heute ist der Absatz der Ernte durch Vorverträge sichergestellt.