Geschichte

Konservierungsstoff

Lange bevor der Mensch den Hopfen als Bierwürze entdeckte, nutzte er ihn bereits als Heilpflanze. Siedlungsfunde von Hopfenresten reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Ein Bezug zum Bierbrauen kann nicht hergestellt werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit lässt sich daraus eine Verwendung als Heilpflanze schließen.

Der Hopfen wurde lange Zeit als wilder Hopfen gesammelt und als Heilkraut eingesetzt. Ungefähr ab dem 9. Jahrhundert beginnt der Mensch, den Hopfen anzubauen und ihn beim Bierbrauen einzusetzen. Allerdings diente der Hopfen dabei hauptsächlich als Konservierungsmittel. Das Wissen aus der Volksmedizin übertrug sich auf das Bierbrauen. An den Klöstern des Mittelalters wurde dieses Wissen dann verfeinert und vertieft. Einen Beleg dafür liefert Hildegard von Bingen in ihrem Buch »Physica« aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Sie schreibt, dass Hopfen Getränke vor »gewissen Fäulnissen« bewahrt.

Im Bayerischen Reinheitsgebot für Bier von 1516 wird der Status der Hopfenpflanze als alleinige Bierzutat festgeschrieben. Das Reinheitsgebot gilt bis zum heutigen Tag.