Anwendungen

Antibiotikum Hopfen

Als Antibiotikum nutzte der Mensch den Hopfen bereits im Frühmittelalter. Er tötete Keime ab, die das Bier verdarben und diente somit als Konservierungsstoff. Diese antibakterielle Eigenschaft ist hauptsächlich auf die Bitterstoffe im Hopfen zurückzuführen.

Besonders viel versprechend ist der Einsatz von Hopfen als Wirkstoff gegen Tuberkulose. Erste Forschungsarbeiten hierzu stammen bereits aus den 1950er Jahren. Der entscheidende Wirkstoff sind hierbei die Beta-Säuren des Hopfens.

Die Alpha- und Betasäuren des Hopfens zeigen eine hohe Aktivität gegen das Bakterium Helicobacter Pylori, das Erkrankungen wie Magengeschwüre, Gastritis oder Magenkrebs auslösen kann. Zudem wirken sie gegen Fußpilzerreger und gegen Bakterien, die in Zusammenhang mit Akne und Neurodermitis auftreten.

Auch die Zuckerindustrie bedient sich inzwischen des natürlichen Antibiotikums Hopfen. Man nutzt es bei der Extraktion von Zuckerrüben. In der Lebensmittelindustrie stellt der Hopfen eine unbedenkliche Alternative zu synthetischen Antibiotika und Konservierungsstoffen dar.